Polizeibericht Wiesloch 2020-01


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29.01.2020 Diesel abgezapft – Wer hat etwas Verdächtiges beobachtet?
Wiesloch (ots) Bislang unbekannte Täter zapften in der Zeit von Montag, 17 Uhr bis Dienstag, 6:30 Uhr, auf dem Firmengelände einer Mülldeponie in der Parkstraße, aus drei Arbeitsmaschinen Diesel ab. Die Unbekannten waren vermutlich über den Radweg, welcher parallel zur B3 verläuft, auf das frei zugängliche Gelände gelangt und entwendeten dort aus den Fahrzeugen über 500 Liter Diesel. Der Diebstahlschaden wird auf ca. 700 Euro beziffert.
Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Wiesloch unter Tel.: 06222/5709-0 in Verbindung zu setzen.

28.01.2020 Nissan-Fahrer kollidiert beim Abbiegen mit Radfahrer – Radfahrer wird in Klinik eingeliefert
Wiesloch (ots) Ein 49-jähriger Radfahrer wurde am Montagmorgen, gegen 8:15 Uhr, in der Baiertaler Straße bei einem Zusammenstoß mit einem Nissan schwer verletzt. Der 50-jährige Fahrer des Nissans war von der Baiertaler Straße nach links in die Straße "Zum Schlangengrund" abgebogen und hatte dabei dem Radfahrer die Vorfahrt genommen, welcher den Radweg in Richtung Stadtmitte befuhr. Der 49-jährige Fahrradfahrer, der keinen Helm trug, stieß gegen die Fahrertür des PKW und stürzte im Anschluss zu Boden. Er zog sich Verletzungen im Hals- und Kopfbereich zu und musste nach einer ärztlichen Behandlung vor Ort in ein Krankenhaus gebracht werden. Am PKW sowie am Zweirad entstand Sachschaden in Höhe von ca. 1.500 Euro.

27.01.2020 49-jähriger Rennradfahrer bei Unfallschwer verletzt
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis (ots) Bei einem Unfall am Montagmorgen um 8.15 Uhr an der Kreuzung Baiertaler Straße/Am Schlangengrund wurde ein 49-jähriger Fahrradfahrer schwer verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen war ein 50-jähriger Autofahrer, der stadteinwärts fuhr, nach links in die Straße Am Schlangengrund abgebogen, ohne auf den in gleicher Richtung auf dem Radweg fahrenden Radfahrer den Vorrang einzuräumen. Dies hatte zur Folge, dass der Radfahrer gegen die Fahrertüre prallte und stürzte. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle durch einen Notarzt wurde der Verletzte mit einem Rettungswagen in eine Klinik nach Heidelberg gebracht.

24.01.2020 Abgängiger 26-Jähriger Patient aus der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Mannheim aufgegriffen – Pressemeldung Nr. 2
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis/Mannheim (ots) Der sei Donnerstagnachmittag aus der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch abgängige 26-Jährige wurde am Donnerstagabend gegen 20 Uhr in Mannheim im Rahmen der Fahndung auf dem Paradeplatz in Mannheim aufgegriffen und zurück in die Klinik gebracht.

23.01.2020 26-Jähriger Patient aus der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden abgängig – Polizei sucht Zeugen
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis (ots) Am Donnerstagnachmittag, gegen 14.45 Uhr, hat sich ein 26-jähriger Patient der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch aus der offenen Arbeitstherapie entfernt. Seither ist er unbekannten Aufenthalts. Die Polizei fahndet derzeit nach der Person.
Der 26-Jährige wird wie folgt beschrieben:

– 172 cm groß
– 83 Kilogramm
– Dunkelblond mit sog. Undercut-Frisur, die Kopfseiten sehr kurz
geschnitten
– Tattoo in Herzform auf dem rechten Arm
– Narben an beiden Armen
– Tunnel-Piercing an beiden Ohrläppchen, sowie ein weiteres
Piercing am rechten Ohr
– Brillenträger
– Bekleidet mit blauer Hose und blauem Pullover
– Trägt eine blaue Schirmmütze und einen schwarz-weiß gemusterten
Schal

Nach Beurteilung der behandelnden Ärzte geht von dem Patienten keine akute Fremdgefährdung aus.

Zeugen, denen der Gesuchte aufgefallen ist oder die sachdienliche Hinweise zu dessen Aufenthalt geben können, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg, Tel.: 0621/174-4444 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

23.01.2020 Unfall an Kreuzung – Autofahrerin leicht verletzt – Sachschaden ca. 33.000 Euro
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis (ots)Das Nichtbeachten der Vorfahrtsregel 'rechts vor links' war die Ursache eines Verkehrsunfalls am Mittwoch gegen 9.45 Uhr an der Kreuzung Johann-Philipp-Bronner-Straße/Steingötter-Greiff-Straße, dabei wurde eine Beteiligte leicht verletzt. Eine 48-jährige Fahrerin eines Nissan hatte einer 34-jährigen Fahrerin eines Mercedes die Vorfahrt nicht eingeräumt, so dass es zur Kollision kam. Die leicht verletzte 34-Jährige wurde nach der medizinischen Erstversorgung mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. An den beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt ca. 33.000 Euro. Beide Autos mussten abgeschleppt werden.

22.01.2020 Unbekannter fordert unter Vorhalt eines Messers die Herausgabe eines Rollers – Zeugen gesucht
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis (ots) Am frühen Mittwochmorgen forderte ein unbekannter Täter in Wiesloch von einem 36-Jährigen die Herausgabe dessen Rollerschlüssels. Der unbekannte Mann betrat kurz nach drei Uhr das Zimmer des 36-Jährigen in der Notunterkunft im Adelsförster Pfad. Unter Vorhalt eines Messers forderte er die Herausgabe des Schlüssels für den Motorroller des Mannes. Anschließend verließ er den Raum, nahm noch den Motorradhelm des Opfers mit und flüchtete mit dem Motorroller. Während der Anfahrt zum Tatort fiel einer Polizeistreife ein Rollerfahrer auf, der den Beamten entgegenkam. Nach dem Wenden nahmen die Polizeibeamten die Verfolgung auf. Der Fahrer des Rollers flüchtete unter Missachtung jeglicher Verkehrsvorschriften, unter anderen entgegen der Fahrtrichtung durch eine Einbahnstraße, über einen Grünstreifen hinweg auf den Radweg in Richtung Dielheim. Hier verloren die Polizisten den Flüchtenden schließlich aus den Augen. Eine anschließende Fahndung im Umfeld des Tatortes verlief ohne Erfolg.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

– Männlich
– Ca. 180 cm groß
– Normale Statur
– Ca. 35 Jahre alt
– Westeuropäisches Erscheinungsbild
– Sprach Deutsch
– Sehr kurz dunkle Haare
– Dreitagebart
– Trug eine dunkelblaue Winterjacke mit Kapuze, darunter ein
Oberteil in Camouflage-Optik

Bei dem Roller handelt es sich um einen schwarz-weißen Kleinkraftroller der Marke Peugeot, Modell Speedfight 2.

Zeugen, denen der Rollerfahrer aufgefallen ist und die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg, Tel.: 0621/174-4444 zu melden.

22.01.2020 Vermisste Person wohlbehalten aufgefunden
Wiesloch (ots) Am Dienstagabend wurde gegen 21.00 Uhr eine 20-jährige Frau aus einer Landeseinrichtung in Wiesloch als vermisst gemeldet. Da sie sich in einem bedenklichen Gesundheitszustand befand, wurde die junge Frau mit mehreren Polizeistreifen intensiv gesucht. Als Unterstützung wurde der Polizeihubschrauber hinzugezogen. Schließlich konnte die Frau gegen 22.15 Uhr frierend in Wiesloch aufgefunden und wieder zurückgebracht werden.

21.01.2020 Altgebäude in Brand geraten – Zugverkehr beeinträchtigt – geringer Sachschaden – Ursache unbekannt
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis (ots) Aus bislang unbekannter Ursache geriet am Dienstag kurz vor 9 Uhr in der Straße An der Bahn, südlich des Bahnhofs, ein altes Gebäude in einem Waldstück in Brand. Ein Fahrgast in einem unmittelbar daran vorbeifahrenden Zug hatte eine Rauchentwicklung bemerkt und über Notruf die Rettungskräfte verständigt. Die Freiwillige Feuerwehr aus Wiesloch übernahm die Löscharbeiten. Während des Brandes war der Zugverkehr beeinträchtigt, die Züge wurden angewiesen, auf Sicht zu fahren. Nachdem der Brand gelöscht war, konnten die Einschränkungen gegen 10.30 Uhr wieder aufgehoben werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.000 Euro. Die weiteren Brandermittlungen führt das Polizeirevier Wiesloch.

18.01.2020 16-jähriger Fahrer eines Kleinkraftrads bei Unfall schwer verletzt
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis (ots) Schwer verletzt wurde der 16-jähriger Fahrer eines Leichtkraftrads bei einem Unfall am Freitag um 13.15 Uhr auf der L 549. Ein 18-jähriger Fahrer eines Mercedes war vom Gelände der dortigen Total-Tankstelle auf die L 549 eingebogen, ohne dem Zweiradfahrer die Vorfahrt einzuräumen. Bei der Kollision stürzte der 16-Jährige mit seiner KTM zu Boden. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde der Schwerverletzte mit einem Rettungswagen in eine Klinik nach Heidelberg gefahren. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von ca. 8.000 Euro.

17.01.2020 49-jähriger Autofahrer nötigt und beleidigt anderen Autofahrer – nach Unfall Zeugen gesucht
Wiesloch/Rhein-Neckar-Kreis (ots) Zeugen eines Verkehrsunfalls, der sich am Donnerstag gegen 16.40 Uhr in der Heidelberger Straße/Gerbersruhstraße ereignete, sucht die Polizei. Ein 45-jähriger Fahrer eines Mazda hatte sich auf der Abbiegespur zum Abbiegen in die Gerbersruhstraße eingeordnet. Ein nachfolgender 49-jähriger Fahrer eines Skoda soll dann von der Geradeausspur auf die Linksabbiegespur gefahren und mit dem Mazda zusammengestoßen sein. Der Skoda-Fahrer gab dagegen an, dass sein 45-Jährige den Unfall verursacht habe. Zu dem Unfall gab es offensichtlich eine "Vorgeschichte". Der Mazda-Fahrer hatte kurz zuvor die Hupe betätigt, da der Skoda ihm im Weg stand. Daraufhin soll der Skoda-Fahrer ihn über mehrere Straßen verfolgt und bedrängt haben. Auch soll er den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt haben. Danach habe sich der Fahrer des Skoda vor ihm gesetzt und sei mit geringer Geschwindigkeit vor ihm hergefahren. Nachdem es schließlich zum Unfall gekommen war, soll der 49-Jährige seinen Kontrahenten noch auf das Übelste beleidigt haben. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 06222/57090 beim Polizeirevier Wiesloch zu melden.

17.01.2020 Unbekannter Autofahrer nötigt und gefährdet 23-jährigen Fahrer – Polizei sucht Zeugen und weitere Geschädigte
Wiesloch/Rauenberg/A 6 (ots) Mit einer rücksichtslosen Fahrweise nötigte und gefährdete ein bislang unbekannter Mercedes-Fahrer am Donnerstag kurz nach 17 Uhr auf der A 6 zwischen der Anschlussstelle Sinsheim und dem Autobahnkreuz Walldorf. Ein 23-jähriger Autofahrer war in Richtung Mannheim unterwegs und wurde zum Fahrstreifenwechsel genötigt. Als er auf dem mittleren Fahrstreifen fuhr, zog der Mercedesfahrer plötzlich und ruckartig nach rechts vor das Auto des 23-Jährigen. Dieser konnte nur mit Mühe einen Unfall verhindern und fühlte sich stark gefährdet. Im weiteren Verlauf überholte der Fahrer über den Beschleunigungs- und Standstreifen in Höhe der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg zwei vorausfahrende Lkws. Zudem soll er den 23-Jährigen sowie weitere Autofahrer beleidigt haben, in den er ihnen den ausgestreckten Mittelfinger zeigte. Auf dem Dach des Mercedes war eine Dachbox, das Kennzeichen konnte der Geschädigte der Polizei mitteilen. Die weiteren Ermittlungen führt die Verkehrsdienst-Außenstelle Walldorf. Weitere Geschädigte und Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 06227/358260 bei der Verkehrspolizei zu melden.

17.01.2020 "Enkeltrick" und "Falsche Polizeibeamte"; Betrugsmaschen überschwemmen seit Jahresbeginn die Region; SeniorInnen in Weinheim, Mannheim und Sandhausen geschädigt
Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreisn (ots) Betrugsdelikte wie der "Enkeltrick" oder im Zusammenhang mit angebli-chen Polizeibeamten, auch verbreitet als "Falsche Polizeibeamte" be-zeichnet, waren bis vor wenigen Jahren eher eine Randerscheinung. Bei diesem bundesweiten Phänomen der sogenannten "Anrufstraftaten" halten die Täter das Opfer oftmals stundenlang am Telefon fest und üben massivsten Druck auf sie aus.

Die Täter agieren meist aus Callcentern vom Ausland aus, nehmen fast ausschließlich mit älteren, vorwiegend weiblichen Opfern, häufig auch mit gefälschten Telefonanschlussnummern ("Spoofing") Kontakt auf und ge-ben sich als Polizeibeamte der örtlichen Polizeidienststelle aus. Des Weite-ren wird den Angerufenen häufig vorgetäuscht, dass es aufgrund eines geplanten Einbruchs erforderlich sei, Bargeld und Schmuck bis zur Festnahme der Täter vorübergehend durch die Polizei sicherstellen zu lassen. Im Vertrauen darauf, mit der "richtigen" Polizei zu sprechen werden im Anschluss Bargeld, Schmuck, Goldbarren und EC-Karten an Abholer übergeben. Nicht selten kommen auch "falsche Staatsanwälte" oder "Notare" zum telefonischen Einsatz, die den Vortrag des angeblichen Polizeibeamten untermauern.

Beim "Enkeltrick" geben sich die Betrüger am Telefon als Enkel, Neffen oder gar Kinder der SeniorInnen aus und täuschen eine finanzielle Notlage vor. In der Annahme, einem Angehörigen zu helfen, gehen die SeniorInnen zu ihrem Geldinstitut, um das geforderte Geld abzuheben. Anschließend übergeben sie den Betrag einem Boten, der vom vermeintlichen Angehörigen geschickt wird.

Betrugsdelikte in Form der "Falschen Polizeibeamte" stellen mit Abstand den häufigsten "modus operandi" der Anrufstraftaten dar. Während die Anzahl der registrierten Fälle im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim im Jahr 2015 noch bei 19 Fällen lag, stiegen die Fallzahlen von 87 im Jahr 2016 über 758 im Jahr 2017 auf nunmehr 1.454 Delikte im Jahr 2018 an. Für das Jahr 2019 liegen noch keine validen Daten vor.

Rund 98,5 Prozent dieser Straftaten blieben 2018 zum Glück im Ver-suchsstadium stecken. Obwohl die Täter damals in nur 22 Fällen oder 1,5 Prozent aller Fälle erfolgreich waren, verursachten sie dennoch einen Schaden von knapp 760.000.- Euro.

Die Aufklärungsquote in diesem schwierigen Ermittlungsfeld lag aufgrund der hohen Anzahl der Fälle, die im Versuchsstadium bleiben, bei unter 5 Prozent. Betrachtet man hingegen die Anzahl der Fälle, bei welchen es tatsächlich zum Schadenseintritt kam, lag die Aufklärungsquote im Jahr 2018 bei über 60 Prozent. Vierzehn der 22 Fälle konnten geklärt werden.

Seit Jahresbeginn 2020 wird die Region (Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis) von "Enkeltrick"-Anrufen und Anrufen "Falscher Polizeibeamter" förmlich überschwemmt. Während in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres 20 Fälle des bandenmäßigen Betrugs durch "Enkeltrick" registriert wurden, wurden 105 Taten durch sogenannte "Falsche Polizeibeamte" bei der Polizei gemeldet. Die Dunkelziffer noch nicht gemeldeter Taten dürfte nach den bisherigen Erfahrungen allerdings sehr hoch sein.

Während der allermeiste Teil im Versuchsstadium stecken blieb, waren Täter in drei Fällen erfolgreich. Dabei erbeuteten sie insgesamt Bargeld und Münzen in Höhe von mehreren zehntausend Euro.

Am Freitag, den 10. Januar meldete sich bei einer 90-jährigen Seniorin in Weinheim ein bislang unbekannter Mann, der sich als Enkel ausgab und vortäuschte, einen Verkehrsunfall gehabt zu haben. Für die Fahrzeugreparatur benötige er einen fünfstelligen Betrag. Um die Dame zur Bank zu fahren, bestellte der Unbekannte für sie noch ein Taxi. Wieder zuhause holte eine Frau (ca. 50 Jahre; hellblonde, schulterlange Haare; schlank; deutsches Aussehen), die als Botin fungierte, das Geld sowie Schmuckstücke ab. Ein weiterer Fall am selben Tag in Hirschberg-Leutershausen mit identischem Sachverhalt scheiterte zum Glück. Ein aufmerksamer Bankangestellter händigte der 76- jährigen Kundin das Geld nicht aus.

Am Dienstag, den 14. Januar wurde ein über 80 Jahre altes Ehepaar aus Mannheim von einem "Enkeltrickbetrüger" um eine sehr hohe Summe gebracht. Die Anruferin, die sich als Verwandte namens Claudia vorstellte, gab vor, für einen Immobilienkauf eine größere Bargeldsumme zu benötigen. Das Ehepaar, das in der Innenstadt wohnt, übergab einer Abholerin (ca. 35-40 Jahre; ca. 165-170 cm; normale Figur; auffällige Fingernägel; Kopftuch, sprach Deutsch mit Akzent) Münzen und Goldbarren.

Am Montag, den 13. und am Dienstag, den 14. Januar ereignete sich in Sandhausen ein ähnlicher Fall, der an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist. Ein bislang unbekannter Anrufer gab sich bei einer 73-jährigen Frau als Polizeibeamter aus und täuschte ihr vor, dass Ermittlungen gegen Angestellte örtlicher Banken laufen. Zur Untermauerung der Aussagen, schaltete sich ein weiterer Anrufer ein, der sich als Staatsanwalt ausgab. Sowohl über den Dienstag, als auch dem darauffolgenden Mittwoch hinweg, setzte der Anrufer die Frau derart unter psychischen Druck, dass sie am späten Mittwochnachmittag, kurz nach 17 Uhr, schließlich einen hohen Bargeldbetrag an einen Abholer (ca. 30 Jahre; ca. 175-185 cm; dunkle, kurze Haare; dichter Vollbart; dunkler Teint, dunkle Augen, schlanke, sportliche Figur; dunkle Kleidung, braune Schuhe) übergab.

Da nicht ausgeschlossen ist, dass es in den nächsten Tagen und Wochen zu weiteren ähnlich gelagerten Betrugsstraftatgen in Form des "Enkel-tricks" und der "Falschen Polizeibeamten" kommen könnte, bittet das Polizeipräsidium Mannheim Folgendes zu berücksichtigen:

– Immer misstrauisch sein, wenn sich Personen am Telefon als Ver-wandte, oder Bekannte oder gar als Polizeibeamte ausgeben und nach finanziellen Verhältnissen fragen.

– Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.

– Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziel-len Verhältnisse.

– Immer mit Familienangehörigen Rücksprache halten.

-Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Das ist keinesfalls unhöflich!

Auflegen sollten Sie, wenn:

-Sie nicht sicher sind, wer anruft.

-Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere
Wertgegenstände im Haus haben.

– Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland.

– Sie der Anrufer unter Druck setzt.

– der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzu-nehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

Glauben Sie Opfer eines Betrugs geworden zu sein? Wenden Sie sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.

Im allen vorliegenden Fällen hat die Inspektion Wirtschaftskriminalität der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg die Ermittlungen übernommen.

Personen, die Hinweise zu den Taten geben können, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst, Tel: 0621/174-4444 oder mit den jeweiligen Polizeirevieren in Weinheim, Tel.: 06201/1003-0, in Mannheim, Tel.: 0621/1258-0 oder dem Polizeirevier Wiesloch, Tel.: 06222/5709-0 sowie jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

14.01.2020 Unfall fordert über 15.000 Euro Sachschaden
Wiesloch (ots) In der Messplatzstraße, an der Kreuzung zur Straße "Zum Keitelberg", kam es am Montagmorgen, kurz vor 7 Uhr, zu einem Verkehrsunfall mit über 15.000 Euro Sachschaden. Ein 60-Jähriger befuhr mit seinem Opel die Messplatzstraße stadtauswärts, als es an der Kreuzung zur Kollision mit einer 21-jährigen BMW-Fahrerin kam, die ihm die Vorfahrt genommen hatte. Beide Fahrzeuge wurden dabei beschädigt, der VW sogar so sehr, dass er abgeschleppt werden musste. Verletzungen zog sich aber glücklicherweise keiner der beiden zu.

12.01.2020 LKW-Brand – Fahrerkabine ausgebrannt
Am Sonntagmorgen gegen 07.45 Uhr meldete ein Lkw-Fahrer über Notruf, dass sein Fahrzeug in Brand geraten sei. Die sofort verständigten Rettungskräfte konnten vor Ort beim Frischelager des REWE, In den Weinäckern in Wiesloch den Lkw feststellen, wobei die Fahrerkabine schon komplett Feuer gefangen hatte. Durch die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch, welche mit 18 Mann vor Ort waren, konnte der Brand schnell gelöscht werden. Die Kabine brannte jedoch komplett aus. Der Fahrer hatte sich zuvor aber schon aus dem Fahrzeug gerettet und blieb somit unverletzt. Zudem hatte dieser die daneben befindlichen LKW-Fahrer in ihren Fahrzeugen geweckt, sodass diese wegfahren und somit ein Übergreifen verhindert werden konnte. Die Ursache für den Brand ist wohl auf einen technischen Defekt der Armaturen zurück zu führen. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 15.000 EUR, der Auflieger blieb unbeschädigt. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache wurden durch das Polizeirevier Wiesloch aufgenommen.

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Polizeipräsidium Mannheim
Polizeirevier Wiesloch, Schloßstraße 11-13, 69168 Wiesloch, Tel: 06222 5709-0


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