Befürchtung leider eingetreten


Manchmal möchte man lieber nicht recht behalten.

In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik vom 11.1.2017 wurde die Entwurfsplanung für den Umbau der Gartenstraße vorgestellt.

Darin war vorgesehen, den "nördlichen Gehweg von derzeit 0,80 m auf 1,80-2,00 m zu verbreitern". Meine bereits damals geäußerten Bedenken sind im Protokoll festgehalten.

Stadtrat Rothenhöfer (SPD) sagte, dass er befürchte, dass bei einem breiten Gehweg dann wieder auf diesem geparkt wird. Die Verwaltung möge von vorne herein darauf achten, dass dies nicht passieren wird.

Frau Dahner antwortete, dass man dies noch mit der Straßenverkehrsbehörde abstimmen werde, vielleicht bringen wir Markierungen an.

Ein Jahr später ist erwartungsgemäß meine Befürchtung leider eingetreten. Während vor dem Umbau den Fußgängern ein zwar nur 80 cm schmaler Gehweg – aber dieser vollständig – zur Verfügung stand, wird der jetzige 1,80-2,00 m breite Gehweg von Gehwegparkern beliebig eingeschränkt. Traurig, dass man die Rücksichtslosigkeit der Autofahrerinnen und Autofahrer so präzise vorhersagen kann, traurig aber auch, dass weder mit gebührenpflichtigen Verwarnungen noch durch Anbringen von Markierungen – wenn die Verwaltung das Parken auf der Nordseite zulassen will – dagegen vorgegangen wird. Dabei lässt sich im weiteren Verlauf der Gartenstraße gut beobachten, dass markierte Parkplätze ein zuverlässiges Mittel gegen Gehwegparken sind.
Trotz Nachfrage bei der Verwaltung und Zusage von Maßnahmen vor einem Monat ist die Situation unverändert – vielleicht eine Folge der Grippewelle?

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Bild: Rücksichtsloses Gehwegparken nach Ausbau der Gartenstraße

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Bild 2: Rücksichtsloses Gehwegparken nach Ausbau der Gartenstraße
Bild 3: Markierte Parkplätze vermeiden Gehwegparken


| Bericht von: Klaus Rothenhöfer (Stadtrat, SPD) | Bild:Klaus Rothenhöfer |

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Veröffentlicht in Allgemein. 3 Comments »

3 Antworten to “Befürchtung leider eingetreten”

  1. Andreas Jungmann Says:

    Bei allen Begehungen im Rahmen des Fußverkehr- Checks war Gehwegparken ein Thema.

    „Parkdruck“, Personalmangel und eine verquere Sichtweise welche Restflächen dem Fußverkehr zuzumuten sind, sind gängige Begründungen des Fachbereichs 3 Gehwegparken zu dulden.
    Die Leiterin des Fachbereichs und ihr Linienvorgesetzter, Herr Bürgermeister Sauer, sollten sich diesbezüglich mit der StVO und den Verwaltungsvorschriften zur StVO befassen. Die Kategorie des „Parkdruckes“ werden sie dort nicht finden.
    Die Effiziens der MitarbeiterInnen des Ordnungsdienstes ließe sich mit der Anschaffung eines E-Bikes enorm steigern. Die Stadtverwaltung Walldorf erteilt zu diesem Thema sicher gerne Auskunft.

    Sehr hilfreich wäre auch ein Gemeinderat, der die Verwaltung auffordert jegliches Gehwegparken wirkungsvoll zu unterbinden. Würde nicht auch in diesem Gremium das Gehwegparken mehrheitlich als Kavaliersdelikt angesehen, wäre der Druck auf die Verwaltung sicher ein anderer.

    Noch eine Anmerkung zur Gehwegbreite: Das Grundmaß für den „Verkehrsraum“ des Fußverkehrs ist auf den Begegnungsfall bzw. das Nebeneinandergehen von zwei Personen ausgerichtet und beträgt daher 1,80 Meter. Es ist um je einen seitlichen Sicherheitsraum von 0,50 Metern Abstand zu einer Fahrbahn oder einem Längs-Parkstreifen und 0,20 Meter Abstand zu einer Einfriedung oder einem Gebäude zu ergänzen. Dadurch ergibt sich ein „lichter Raum“ bzw. als „Regelbreite“ die absolute Mindestbreite für Seitenraum-Gehwege von 2,50 Metern (Entnommen aus Fachverband Fußverkehr Deutschland).
    Das undisziplinierte Verhalten von AutofahrerInnen bzw. der Unwille der Verwaltung Gehwegparken wirkungsvoll zu unterbinden, sollte keine Veranlassung sein, Gehwege zukünftig nicht in der nötigen Breite zu bauen.

  2. W.Blog Says:

    Kommentare bei Wiesloch.Dialog (Facebook)
    S. M. 15.03.2018
    In Wiesloch wird generell gerne falsch geparkt und dadurch noch andere behindert. Die Stadt kontrolliert meiner Meinung nach nur in den Bereichen, wo das Parken kostenpflichtig ist. In den Randbereichen wird nichts getan. Deshalb fühlen sich manche auch nicht gestört beim Falschparken. Und wenn es einer macht, machen es alle. Aber das ist ja nur meine rein persönliche Sicht der Dinge.

    S. T. 17.03.2017
    ähnliche Beobachtungen, als mein Weg ähnlich war als ein Mitarbeiter mit Uniform „Polizeibehörde“ an einer Stelle auf dem Gehweg kein Durchkommen mit Kinderwagen, mit Einkaufstaschen wurde es schon eng, keine Reaktion, später an abgelaufener Parkuhr folgte der Einsatz,
    Hinweis; meist ist es nicht nur Behinderung sondern Gefährdung und zwar von Personen die aller Schutz bedürfen wie Kinder und Behinderte.

  3. Andreas Jungmann Says:

    Ein Nachtrag zu Herrn Rothenhöfers Text: Im unsanierten Bereich der Gartenstraße besteht schon seit Jahr und Tag ein Gehweg ähnlicher Breite. Ebenso lange wird auf diesem, unbeanstandet von Verwaltung und Gemeinderat, geparkt.
    Wie glaubwürdig ist es, dort das Gehwegparken jahrelang zu „übersehen“ und es jetzt im sanierten Bereich zu beanstanden?
    Wie glaubwürdig können sich Verwaltung und Gemeinderat im Rahmen des Fußverkehr-Checks für die Belange der Fußgänger einsetzen, wenn die simpelste Mindestanforderung an einen sicheren und bequemen Fußverkehr, nämlich in voller Breite frei begehbare Gehwege, nicht ernsthaft umgesetzt wird?

    Die Funktion eines Gehweges ist mit seinem Namen hinreichend beschrieben. Wessen Interessen es auf Gehwegen zu schützen gilt, liegt also auf der Hand.

    Schon auf der heutigen Sitzung des Gemeinderates (TOP 5) besteht die Möglichkeit, die Verwaltung zum Handeln aufzufordern.


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