Frauenanteil


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Chance verpasst

Wiesloch: Während landauf, landab die Kapitalgesellschaften mehr oder weniger gezwungen versuchen, den Frauenanteil in den Vorständen und Aufsichtsräten mindestens auf den gesetzlichen Mindeststand zu bringen, haben die Vertreterinnen und Vertreter der Genossen der Volksbank Kraichgau bei der jüngsten Vertreterversammlung im Wieslocher Palatin den bisher schon extrem geringen Frauenanteil von 20% im Aufsichtsrat auf 16,7% weiter gesenkt.

Dieses schon an sich bemerkenswerte Ergebnis wird noch unverständlicher wenn man berücksichtigt, dass sich unter den sechs von den Beschäftigten gewählten Aufsichtsratsmitgliedern überhaupt keine Frau befindet.

Die Volksbank Kraichgau hat damit die vom Aufsichtsrat festgelegte Zielgröße deutlich verfehlt:
Der Aufsichtsrat hat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen eine Zielgröße von 20 % festgelegt. Die festgelegten Zielgrößen entsprechen den erwarteten Möglichkeiten zur Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen.

Bei einem demnach so männerdominierten Aufsichtsrat muss man sich nicht wundern, wenn dieser als erwartete Möglichkeit zur Besetzung des Vorstands mit Frauen feststellt:
Der Aufsichtsrat hat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Vorstands mit Frauen eine Zielgröße von 0% festgelegt.
(Jahresabschluss 2016 Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG)
Normalerweise hätten die lokalen print-medien dieses Thema aufgegriffen, nicht im Kraichgau.


| Bericht von: K. Rothenhöfer | Symbolbild |

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