Bürgerbeteiligung stärkt das Vertrauen


SPD Wiesloch hatte zum Informationsabend "Bürgerbeteiligung – wie geht das?" eingeladen

Wiesloch. (aot) Im Heidelberger Gemeinderat teilen sich 13 Parteien und Gruppierungen 48 Sitze. Man könnte denken, dass es diese Vielfalt nicht einfach macht, Mehrheitsentscheidungen zu treffen. Für was braucht man da auch noch eine Bürgerbeteiligung, wie sie in Heidelberg "Gesetz" ist und vielerorts als "Heidelberger Modell" diskutiert wird?

"Ja, Bürgerbeteiligung kostet Zeit und Geld", bestätigte Albertus Bujard, Gründungsmitglied des Vereins "Bürger für Heidelberg", der auf Einladung der Wieslocher SPD im Alten Rathaus referierte. Aber Bürgerbeteiligung bedeute demokratische Teilhabe und durch enge Zusammenarbeit schaffe sie Vertrauen zwischen Bürgerschaft und Verwaltung sowie Gemeinderat. Entscheidungswege würden so transparent und nachvollziehbar. Außerdem käme der Sachverstand der Bürger den Entscheidungen des Gemeinderats zugute. Und am Ende habe man vielleicht viel Geld gespart, weil die bessere Entscheidung fiel.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Sonja Huth, die den Abend moderierte, merkte dazu an, dass die Wieslocher Bürger in der Vergangenheit oft kein Verständnis für Entscheidungen des Gemeinderates gehabt hätten, etwa bei der Schließung des Lehrschwimmbeckens in der Schillerschule. Deshalb habe ihre Fraktion den Antrag gestellt, die Bürger im Rahmen der Haushaltsberatung 2015 an aktuellen städtischen Themen zu beteiligen und sie frühzeitig in die kommunalen Planungen einzubinden. Vorab wolle man in mehreren Veranstaltungen mit der Bevölkerung diskutieren, wie dies in Wiesloch dauerhaft und verlässlich geschehen könne. Anregungen verspreche man sich von Städten, die ihre Bürger bereits intensiv an den Entscheidungen von Verwaltung und Gemeinderat beteiligen.

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| Quelle: rnz.de | Bild/Logo: RNZ |

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