
Wiesloch. (oé) Umgehung ja, aber keine Südumgehung: Auf diesen kurzen Nenner lassen sich die Entscheidungen bringen, die Wieslochs Gemeinderat fällte, als es erneut um die strittige Frage ging, wie Altwieslochs Ortsdurchfahrt von der hohen Verkehrsdichte entlastet werden könnte. Aus Sicht der Stadt wurde die neuerliche Entscheidung nötig, weil die neue Landesregierung beabsichtigt, die Wieslocher Umgehung aus dem Generalverkehrsplan herauszunehmen, nachdem der Gemeinderat vor zwei Jahren sämtliche möglichen Trassenvarianten abgelehnt hatte. Auch eine Bürgerversammlung in Altwiesloch hatte im Herbst letzten Jahres auf eine Korrektur dieser Entscheidung gedrängt.
Jetzt hat der Gemeinderat zumindest deutlich gemacht, dass er sich grundsätzlich eine Umgehung für Altwiesloch wünscht, auch wenn dies mit denkbar knapper Mehrheit geschah. Mit 18 zu 17 Stimmen votierte das Gremium dafür, die Ortsumgehung als Maßnahme des „vordringlichen Bedarfs“ im Generalverkehrsplan des Landes zu belassen. Die Stadt wird nun einen entsprechenden Antrag beim Land stellen. Keine Mehrheit gab es allerdings für den zweiten Teil des von der CDU beantragten Beschlusspakets: nämlich für eine Weiterplanung der Südumgehung in der ortsnahen Variante 1. 
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